Austrianfilm - Filme aus Österreich im Kino und auf DVD

 

Die online Plattform AUSTRIANFILM.at informiert und berichtet aktuell über alle österreichischen Filme, die im Kino gezeigt werden. Österreichisches Kino hat bis vor kurzem eine Schattendasein geführt. Nicht zuletzt seit dem großen internationalen Erfolg von DIE FÄLSCHER, der von der US-Film-Academy mit einem „Oscar" ausgezeichnet wurde, hat hierzulande eine große Welle der Begeisterung für den österreichischen Film ausgelöst hat. Austrian Film ist als Thema stark in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

 

Zwar hat es immer wieder die großen Ausnahmen gegeben  - „Hinterholz 8" schlug anno dazumal den Blockbuster „Godzilla" an den Kinokassen - aber in der Regel hat der Österreichische Film im Kino keine große Beachtung gefunden. Zu Unrecht, wie wir meinen. Großartige Filme wie DER RÄUBER UND das WEISSE BAND haben sich im letzten Jahr selbstbewusst neben internationaler Filmproduktion behaupten können. Wir wollen mit dieser Plattform AUSTRIANFILM.at alle Informationen zu den österreichischen Filmen im Kino und auf DVD  liefern, wie Starttermine, Trailer, Fotos, Kinofinder etc. Kompakt auf einer Website im Überblick.

 

AUSTRIANFILM.at wird ab sofort einen Einblick in das vielfältige österreichische Filmschaffen geben: was wird gedreht, zu welchen Festivals wurden die Filmproduktionen aus Österreich eingeladen, ab wann und in welchen Kinos werden die österreichischen Filme gezeigt. Wenn uns etwas entgehen sollte: Wir freuen uns über Zuschriften, Anregungen und Hinweise!

 

Die Redaktion AUSTRIANFILM.at

 

Kontakt: redaktion -at- austrianfilm.at

 

Zur Geschichte des österreichischen Films im Kino

 

Die österreichische Filmproduktion startete mit der Eröffnung der ersten Kinos kurz nach der Wende des letzten Jahrhunderts und erlebte ihren ersten Höhepunkt während des 1. Weltkrieges. In den 1920er Jahren produzierten Regisseure wie Fritz Lang und Max Reinhardt  legendäre österreichische Filme die in die Filmgeschichte eingingen. Die Judenverfolgung der 1930er Jahre zwang zahlreiche österreichische Filmschaffende zu emigrieren und zu flüchten, Billy Wilder, Otto Preminger und Fred Zinnemann z.B. gingen in die USA, um dort ihren Beruf weiter auszuüben. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden in Österreich hauptsächlich kassenträchtige Heimatfilme und Komödien hergestellt.

 

Erst im Jahre 1980 läutete eine staatliche Filmförderung eine neue  Ära ein, die in anderen europäischen Ländern z.B. mit der Nouvelle Vague und dem Neuen Deutschen Film in den 60er und 70er Jahren längst zu einem neuen Filmverständnis geführt hatte. Erst durch die staatliche Förderung entwickelte sich eine Filmszene, die sich mit neuen Genres und gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzte.

 

Die Internationalisierung des österreichischen Films begann Ende der 1980er Jahre mit vielbeachteten Festivalteilnahmen - Michael Haneke wurde mit „Der siebente Kontinent" nach Cannes eingeladen, Ulrich Seidl mit „Hundstage" und Barbara Albert mit „Nordrand" nach Venedig. Der österreichische Film erhielt große internationale Aufmerksamkeit, die mit der Verleihung des „Oscars" für Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher" einen Höhepunkt erreichte und mit einer neuerlichen Nominierung beim Academy Award für Götz Spielmanns „Revanche" seine Fortsetzung fand. Austrian Film war in aller Munde.

 

Zu großen Kassenerfolgen führten erstmals wieder in den 1990er Jahren Komödien diverser Kabarettisten. Inzwischen findet auch der österreichische Arthaus-Film ein größeres nationales Publikum, Filme wie „Das weisse Band" konnten mehr als 100.000 BesucherInnen ins Kino locken. Österreichische Filmproduktionen erhöhen kontinuierlich ihren Marktanteil und entwickeln ein breites Spektrum an Genres und Stilrichtungen. Wir man hört, ist der erste 3 D Horrorfilm mit österreichischer Beteiligung in Arbeit. - Das mag im Einzelnen nicht jedermanns Sache sein, aber die Gesamtrichtung stimmt!